Geschichte

1963 - Von der Dorf-Feuerwehr zum regionalen Hilfskorps

Die Nachbarhilfe wurde in der Feuerwehr stehts gross geschrieben und gelebt. Diese gegenseitige Unterstützung in personeller und materieller Hinsicht unterstützten die Behörden und die Kantonale Gebäudeversicherung KGV. Das Feuerwehrkorps wuchs und 1965 bekam Düdingen das erste Tanklöschfahrzeug. Der weitum bekannte und bereits legendäre Packard, 1942 als Diplomatenfahrzeug in Bern für CHF 1'500.-- gekauft, hatte ausgedient, wurde für CHF 25'000.-- an den Importeur in Basel verkauft und dient heute noch vielen Paaren als Hochzeitsauto.

Einsatzoffizier und Fahrer bewerkstelligten einen minimalen Pikettdienst und die Hilfeleistungen im ganzen Bezirk wurden intensiviert. In periodischen Abständen fanden Regionalübungen statt. Die stete Aufstockung von Personal und Material erforderte mehr Platz und 1979 musste das "Spritzehüsi" einem neuen Feuerwehrlokal weichen. Die Stützpunktaufgaben nahm weiterhin Freiburg wahr.

1983 - Düdingen wird Stützpunkt im Sensebezirk

Mit der Uebernahme des mordernen Einsatzfahrzeuges TLF am 8.9.1983 und der bereits vorhandenen Infrastruktur, wurde der Gemeinde die vielfältigen Aufgaben einer Stützpunktfeuerwehr übertragen. Die erhöhte Einsatzbereitschaft erforderte in der neuen Pikettdienstordnung ein schlagkräftiges Detachement von 8 - 10 Mann. Die Anschaffung von gut ausgerüsteten, neuen Fahrzeugen wie Mannschaftstransporter (1987), Pulverlöschwagen, PLW (1988), Oelwehranhänger (1990) und Kommandofahrzeug (1996) erlauben eine schnelle und effiziente Hilfeleistung. Um den steigenden Bedürfnissen beim Atemschutz gerecht zu werden, wurden 12 Atemschutzgeräte und eine stationäre Pressluft-Füllanlage angeschafft.

2002 - Die Stützpunkt-Feuerwehr heute:

Die Organisation: Gemeinderat - Kommando - Fw-Kommission ink. Betriebsfeuerwehr SIKA-NORM AG - Pikettdienst (7 Gruppen) - Löschdienst (3 Löschzüge) und Dienste (Verkehr und Sanität). Erfolgte die Alarmierung anfänglich per Telefon, bietet heute die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Freiburg die Pikettgruppen über Meldeempfänger zu den Feuerwehr-, Unfall-, Oelwehr-, Hochwasser-, Heuwehr- und anderen Einsätzen im gesamten Sensebezirk auf. Die Pikettgruppen lösen sich immer am Freitag ab, sind ab 19.00 Uhr bis Montag 06.00 Uhr konstant alarmbereit, werden tagsüber von Ortsanwesenden abgelöst und übernehmen erneut abends von 19.00 Uhr bis am nächsten Morgen um 06.00 Uhr. Von 1995 bis 2001 stiegen die Einsätze kontinuierlich von 58 auf rund 113 und die Einsatzstunden von 720 auf deren 1'806.

Mit den neuesten Errungenschaften wie Schlauchverlegeanhänger, Wärmebildkamera, Funkzentrale, Hochleistungs-Saugpumpe usw. ist das Korps, mit 130 Eingeteilten, gut ausgerüstet. Die Lokalitäten sind mit dem vielen Material an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit und bedürfen bei den anstehenden Anschaffungen einer Erweiterung.

Quelle: 1902 - 2002: 100 Jahre Feuerwehrverband des Sensebezirks